Kapitaldienstfähigkeit
Das eine Wort, das über Ihre Finanzierung entscheidet – bei der Hausbank genauso wie beim Mezzanine-Geber, der Beteiligungsgesellschaft oder dem Family Office.
Freitagabend, 18:20 Uhr, das Telefon klingelt. Ein Inhaber aus dem Sauerland, Metallverarbeitung, 50 Leute, 11 Millionen Euro Umsatz. Sein Bankentermin liegt drei Tage zurück, und eine Frage wird er nicht mehr los: Wie stellt sich denn eigentlich Ihre Kapitaldienstfähigkeit dar? Er führt den Betrieb seit über 18 Jahren – und wusste in dem Moment nicht, was er sagen soll.
Dieser Satz fällt gerade öfter: Vier von zehn Mittelständlern, die mit ihrer Bank über einen Kredit verhandeln, erleben die Bank als restriktiv – der höchste Wert, seit das gemessen wird. Und die Rechnung hinter dem sperrigen Wort macht nicht nur die Hausbank. Sparkasse, Volksbank, Beteiligungsgesellschaft, Family Office, Mezzanine-Geber – alle stellen am Anfang dieselbe Frage: Was bleibt in diesem Betrieb verlässlich übrig, und trägt das Zins und Tilgung? Die Rechnung selbst ist simpel, zwei Zahlen und ein Vergleich. Der Haken: Gerechnet wird nicht mit Ihrem besten Jahr, sondern mit dem schwachen. Und die Tilgung taucht in keiner Ergebnisrechnung auf – deshalb bekommen Betriebe ein Nein, die sich für kerngesund halten.
In dieser Folge rechnen Sven und Max vor: das Beispiel, bei dem aus 600.000 Euro Jahresergebnis am Ende 10.000 Euro Luft werden, der Mandant, den die eigene Kapitaldienstrechnung vor einem zu großen Mezzanine-Angebot bewahrt hat, und die drei Schritte, mit denen Sie die Rechnung zu Ihrer eigenen machen: die eine Seite, die zwei Stellschrauben, die Investitionsampel. Wer diese Rechnung im Kopf hat, führt das Bankgespräch – wer sie erst zusammensuchen muss, gibt die Deutungshoheit über den eigenen Betrieb ab. Das Arbeitsblatt bringt Sie auf Ihre eigene eine Seite.