Die richtige Mannschaft
Wie ein Inhaber sein Team neu aufstellt, solange er frei entscheiden kann – und ein Jahr später stärker dasteht als vorher.
Freitagabend, 18:20 Uhr, das Telefon klingelt. Diesmal ist es ein guter Anruf: Ein Inhaber, siebzig Leute, hat den größten Auftrag des Jahres bestätigt bekommen. Und zum ersten Mal seit Jahren war sein erster Gedanke: Die Mannschaft steht. Wir können das.
Vor einem Jahr sah das anders aus. In der einen Halle liefen Überstundenzuschläge, in der anderen Leerlauf – derselbe Monat, dasselbe Gebäude. Eine Abteilung war überbesetzt, an zwei Stellen fehlten Fachkräfte, die Personalkosten liefen aus dem Ruder. Der Betrieb war gewachsen und hatte das Sortiment gedreht, aber die Mannschaft lief unverändert weiter – ohne Entwicklung. Gekippt ist es an dem Tag, an dem der Inhaber sich eine Frage ehrlich beantwortet hat: Welche Mannschaft braucht mein Betrieb für die Aufträge, die wirklich da sind?
In dieser Folge erzählen Sven und Max, wie aus dieser Frage in einem Jahr ein Team wurde, das trägt: die Soll-Mannschaft aus der Auftragslage, der Werkzeugkasten, der vor jeder Kündigung kommt, und die Gespräche mit offenen Karten. Sven bringt die Führungs-Seite, Max die Zahlen – was Fehlbesetzung kostet und was Zögern kostet. Kein Kahlschlag, keine Angst: die richtigen Leute an den richtigen Stellen. Das Arbeitsblatt bringt Sie in drei Schritten zu Ihrer eigenen Aufstellung.