Folge 08 — Die richtige Mannschaft

Die richtige Mannschaft

Wie ein Inhaber sein Team neu aufstellt, solange er frei entscheiden kann – und ein Jahr später stärker dasteht als vorher.

Freitagabend, 18:20 Uhr, das Telefon klingelt. Diesmal ist es ein guter Anruf: Ein Inhaber, siebzig Leute, hat den größten Auftrag des Jahres bestätigt bekommen. Und zum ersten Mal seit Jahren war sein erster Gedanke: Die Mannschaft steht. Wir können das.

Vor einem Jahr sah das anders aus. In der einen Halle liefen Überstundenzuschläge, in der anderen Leerlauf – derselbe Monat, dasselbe Gebäude. Eine Abteilung war überbesetzt, an zwei Stellen fehlten Fachkräfte, die Personalkosten liefen aus dem Ruder. Der Betrieb war gewachsen und hatte das Sortiment gedreht, aber die Mannschaft lief unverändert weiter – ohne Entwicklung. Gekippt ist es an dem Tag, an dem der Inhaber sich eine Frage ehrlich beantwortet hat: Welche Mannschaft braucht mein Betrieb für die Aufträge, die wirklich da sind?

In dieser Folge erzählen Sven und Max, wie aus dieser Frage in einem Jahr ein Team wurde, das trägt: die Soll-Mannschaft aus der Auftragslage, der Werkzeugkasten, der vor jeder Kündigung kommt, und die Gespräche mit offenen Karten. Sven bringt die Führungs-Seite, Max die Zahlen – was Fehlbesetzung kostet und was Zögern kostet. Kein Kahlschlag, keine Angst: die richtigen Leute an den richtigen Stellen. Das Arbeitsblatt bringt Sie in drei Schritten zu Ihrer eigenen Aufstellung.

1. Die Soll-Mannschaft

Nehmen Sie Ihre Auftragslage und schreiben Sie auf, welche Rollen Ihr Betrieb dafür braucht – Rollen, noch keine Namen. Erst dann legen Sie die Namen daneben. Lücke und Überbesetzung können gleichzeitig da sein und sich in der Kopfzahl wegheben. Ein Samstag, die Auftragsliste, ein Blatt Papier.

2. Der Werkzeugkasten vor der Kündigung

Wenn Soll und Ist nicht übereinanderliegen, ist die Kündigung das letzte Werkzeug. Davor liegen vier andere: intern umsetzen, qualifizieren, natürliche Fluktuation nutzen, bei einer vorübergehenden Delle die Brücke Kurzarbeit prüfen. Und vorher die ehrliche Frage: Ist die Delle vorübergehend, oder bleibt das so?

3. Die Gespräche mit offenen Karten

Die Mannschaft erfährt es von Ihnen, an einem Tag, mit offenen Karten – wer betroffen ist, zuerst und unter vier Augen. Wer früh und ehrlich handelt, behält das Vertrauen derer, die bleiben. Und oft kommen aus der Mannschaft dann eigene Vorschläge, auf die Sie allein nicht gekommen wären.

Deine Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuche es erneut.
Fast geschafft! Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt. Bitte bestätigen Sie kurz Ihre Adresse – danach kommt das Arbeitspapier sofort.

Das Werkstatt-Dokument zur Folge – kostenlos.

Erkennen, wo Sie stehen. Entscheiden, was zu tun ist.

Machen – jetzt.

Mit Absenden des Formulars erhältst du das Worksheet per E-Mail. Deine Daten verarbeiten wir ausschließlich zu diesem Zweck. Details in der Datenschutzerklärung.

Wir verwenden Brevo als Marketing-Plattform. Indem Sie das Formular absenden, erklären Sie sich einverstanden, dass die von Ihnen angegebenen persönlichen Informationen an Brevo zur Bearbeitung übertragen werden gemäß der Datenschutzerklärung von Brevo.